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Umstrittene Erinnerung

Historisch belastete Straßennamen in Deutschland, Österreich und Italien. Eine internationale Tagung

Kolpinghaus, Adolph-Kolping Straße 3, Bozen
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Susanne Boersma

Info

Straßennamen erinnern an Personen und Ereignisse, deren historische Bedeutung bisweilen kontrovers beurteilt wird. In Südtirol geben einige Straßen- und Platznamen immer wieder Anlass zu Diskussionen. Beispiele dafür sind der Siegesplatz und die Amba-Alagi-Straße in Bozen sowie die Bruder-Willram-Straße in Bruneck. Im Zentrum der Debatten stehen häufig Bezüge zu Faschismus, Kolonialismus, Antisemitismus, Militarismus und Nationalsozialismus. Seit 2024 untersucht das Zentrum für Regionalgeschichte in Brixen im Rahmen eines Forschungsprojekts solche Straßennamen. Diese werden systematisch erfasst, historisch eingeordnet und kritisch analysiert.

Am 12. und 13. November findet im Kolpinghaus Bozen eine wissenschaftliche Tagung zu diesem Thema statt. Am ersten Tag werden vergleichbare Forschungsprojekte aus Italien, Österreich und Deutschland vorgestellt. Zudem werden erste Ergebnisse des laufenden Forschungsprojekts für Südtirol präsentiert. Der zweite Tag widmet sich prominenten Debatten über Straßennamen im In- und Ausland sowie der Frage, wie die Problematik in der Schule und durch die engagierte Zivilgesellschaft aufgegriffen werden kann.

Ein weiterer Schwerpunkt der Tagung ist der Umgang mit historisch belasteten Straßennamen: Wann ist eine Umbenennung sinnvoll oder notwendig? In welchen Fällen können erläuternde Zusatztafeln zu einer differenzierten historischen Einordnung beitragen?

Die Tagung ist als Fortbildungsveranstaltung für Lehrpersonen anerkannt und steht allen Interessierten offen.

Im Zusammenarbeit mit "Geschichte und Region / Storia e Regione". Mit freundlicher Unterstützung der Autonome Provinz Bozen-Südtirol, Amt für Kultur, und der Gemeinde Bozen, Amt für Kultur.

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