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Das neueste Heft der Zeitschrift „Società e storia“ enthält einen Aufsatz von Francesca Brunet und Giacomo Girardi mit dem Titel: Cittadini, esuli, stranieri: confische e sequestri nel Lombardo-­Veneto tra giurisprudenza e prassi.

Der Beitrag untersucht die wirtschaftliche Dimension des politischen Exils und nimmt das Königreich Lombardo-Venetien als Fallstudie in den Blick. Zunächst gibt er einen Überblick über die österreichische Gesetzgebung, die vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis in die Zeit nach 1848 die Instrumente der Beschlagnahmung und Einziehung des Vermögens politischer Verurteilter regelte. Zudem widmen sich die Autor:innen den Lebenswegen einiger politischer Emigranten in Amerika. Im Fokus steht ein kurzer, aber bedeutsamer Zeitraum: die ersten Jahre der Herrschaft von Kaiser Ferdinand I. Diese waren nach einer Phase intensiver politischer Prozesse von zwei wichtigen Amnestien (1835 und 1838) geprägt.