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Für die Frauen Italiens stellte das Jahr 1946 einen entscheidenden Wendepunkt in der Geschichte ihrer politischen Partizipation dar. Mit der erstmaligen Anwendung des kurz zuvor eingeführten Frauenwahlrechts konnten sie sowohl auf kommunaler Ebene als auch bei den nationalen Wahlen und beim Referendum vom 2. Juni 1946 ihre Stimme abgeben und selbst gewählt werden. Unter den 21 Frauen, die in die Verfassungsgebende Versammlung einzogen, befanden sich auch zwei Politikerinnen aus dem Trentino. Die Südtiroler Bevölkerung war hingegen aufgrund der ungeklärten Staatsbürgerschaftsfrage infolge der „Option“ von der Stimmabgabe ausgeschlossen; lediglich die Bewohner*innen des Unterlandes konnten als Teil der Provinz Trient teilnehmen.
Die Veranstaltung zeichnet – mit besonderem Blick auf Südtirol – den Weg der Frauen zum Wahlrecht nach und richtet zugleich den Blick auf die Gegenwart, insbesondere auf die Frage der weiblichen Repräsentation in der heutigen Politik.